Archiv des Autors: genhoff

here.


so könnte güte aussehen.


das königreich.


Epiphanias #4

Zwei Tage später1 fand in Kana, einer Ortschaft in Galiläa, eine Hochzeit statt. Die Mutter Jesu nahm daran teil, und Jesus selbst und seine Jünger waren ebenfalls unter den Gästen. Während des Festes ging der Wein aus. Da sagte die Mutter Jesu zu ihrem Sohn: »Sie haben keinen Wein mehr!« Jesus erwiderte: »Ist es deine Sache, liebe Frau, mir zu sagen, was ich zu tun habe? Meine Zeit ist noch nicht gekommen.« Da wandte sich seine Mutter zu den Dienern und sagte: »Tut, was immer er euch befiehlt!« In der Nähe standen sechs steinerne Wasserkrüge, wie sie die Juden für die vorgeschriebenen Waschungen benutzen. Die Krüge fassten jeder zwischen achtzig und hundertzwanzig Liter. Jesus befahl den Dienern: »Füllt die Krüge mit Wasser!« Sie füllten sie bis zum Rand. Dann sagte er zu ihnen: »Tut etwas davon in ein Gefäß und bringt es dem, der für das Festessen verantwortlich ist.« Sie brachten dem Mann ein wenig von dem Wasser, und er kostete davon; es war zu Wein geworden. Er konnte sich nicht erklären, woher dieser Wein kam; nur die Diener, die das Wasser gebracht hatten, wussten es. Er rief den Bräutigamund sagte zu ihm:  »Jeder andere bietet seinen Gästen zuerst den besseren Wein an, und wenn sie dann reichlich getrunken haben, den weniger guten. Du aber hast den besseren Wein bis zum Schluss zurückbehalten!« Durch das, was Jesus in Kana in Galiläa tat, bewies er zum ersten Mal seine Macht. Er offenbarte mit diesem Wunder seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

- Joh 2, 1-11


Epiphanias #3

Auch Jesus kam aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes wehrte sich entschieden dagegen: »Ich hätte es nötig, mich von dir taufen zu lassen, und du kommst zu mir?« Aber Jesus gab ihm zur Antwort: »Lass es für diesmal geschehen! Es ist richtig so, denn wir sollen alles erfüllen, was Gottes Gerechtigkeit fordert.« Da willigte Johannes ein. In dem Augenblick, als Jesus nach seiner Taufe aus dem Wasser stieg, öffnete sich über ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und aus dem Himmel sprach eine Stimme: »Dies ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Freude.«

- Mt 3, 13-17


Epiphanias #2

Jesus wurde zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem, ´einer Stadt` in Judäa, geboren. Bald darauf kamen Sterndeuter aus ´einem Land im` Osten nach Jerusalem. »Wo ist der König der Juden, der kürzlich geboren wurde?«, fragten sie. »Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm Ehre zu erweisen. «Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er rief alle führenden Priester und alle Schriftgelehrten des jüdischen Volkes zusammen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden sollte. »In Betlehem in Judäa«, antworteten sie, »denn so ist es in der Schrift durch den Propheten vorausgesagt: Und du, Betlehem im Land Juda, du bist keineswegs die unbedeutendste unter den Städten4 Judas; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der mein Volk Israel führen wird wie ein Hirte seine Herde.‹ «Da rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen den genauen Zeitpunkt angeben, an dem der Stern zum ersten Mal erschienen war. Daraufhin schickte er sie nach Betlehem. »Geht und erkundigt euch genau nach dem Kind«, sagte er, »und gebt mir Bescheid, sobald ihr es gefunden habt. Dann kann auch ich hingehen und ihm Ehre erweisen.« Mit diesen Anweisungen des Königs6 machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her, bis er schließlich über dem Ort stehen blieb, wo das Kind war. Als sie den Stern sahen, waren sie überglücklich. Sie gingen in das Haus und fanden dort das Kind und seine Mutter Maria. Da warfen sie sich vor ihm nieder und erwiesen ihm Ehre. Dann holten sie die Schätze hervor, die sie mitgebracht hatten, und gaben sie ihm: Gold, Weihrauch und Myrrhe. In einem Traum erhielten sie daraufhin die Weisung, nicht zu Herodes zurückzukehren. Deshalb reisten sie auf einem anderen Weg wieder in ihr Land.

-Mt 2,1-12


epiphanias.

Epiphanias. Erscheinung des Herrn. Der Herr ist uns erschienen.

Weihnachten ist zwar vorbei. Aber Gottes Geschichte hat gerade erst so richtig angefangen.

Alles ist noch neu. Unscheinbar. Unverständlich.

Irgendwie so anders. Ganz still

Gott steckt noch in seinen Kinderschuhen. Jesus ist noch so klein. So zerrbrechlich. Unscheinbar.

Ein Kind. Keine Kraft. Keine Macht.

Keine Ahnung.

Die Welt braucht noch Zeit um zu verstehen.

 

Epiphanias.

Zeit um zu verstehen. Der Herr ist uns erschienen. Sichtbar. Spürbar. Wunderbar.

 

So denken Christen seit Generationen an diesen Neuanfang. An die Wende. Ein Wechsel der Gezeiten.

Irgendwie so anders. So frisch. So neu. Kraftvoll und mächtig.

Gott wurde Mensch. Irgendwie. Um alles neu zu machen. Reset. Wir fangen nochmal ganz von vorne an.

Lasst uns daran denken.


zweite chance.


Woche 52

26.12. Ps 112-118

27.12. Ps 119, 1-96

28.12. Ps 119, 97-124

29.12. Ps 125-135

30.12. Ps 136-142

31.12. Ps 143-150

Das war die letzte Woche unseres Bibellese-Experiments 2011. Es war lang, hart, und wenn ich ehrlich mit euch bin, habe ich es nicht so strikt durchziehen können, wie ich gerne gewollt habe. Dennoch durfte ich auf meinem Weg mit diesem Buch in diesem Jahr einiges lernen und wurde hier und da auch tief berührt und verändert.

Zu Beginn hatten wir das Ziel, Gott in der Bibel nachzujagen. Am Ende wurden wir hier und da zu Gejagten. Gejagt vom Alltag, von Beruf, Schule, Studium, Langeweile…und manchmal eben auch von Gott. Auch wenn wir es nicht 100%ig durchgezogen haben, wollen wir weiter stöbern, lernen und an Gott und uns selbst wachsen. Wir haben festgestellt, dass man Leidenschaft für Gott und sein Buch nicht herstellen kann, sondern wir müssen darum bitten.

Und darum wird es im nächsten Jahr auf diesem Blog vermehrt gehen: Gebet. In vielen Formen und Gestalten. Außerdem wird der gute alte Kirchenkalender öfter zur Sprache kommen um zu zeigen, dass nicht alles, was aus den großen Gebäuden mit den Bänken und der Orgel kommt, eingestaubt und sinnfrei ist…

Das sind die Ideen für 2012. Aber wir wissen ja jetzt. Das Jahr ist lang und es wird wieder einmal viel Wasser den Rhein hinunter fließen.

In diesem Sinne, euch allen einen gesegneten Start und Gottes Schalom (Friede) und Gnade für das kommende Jahr.

generation.hoffnung – wir bleiben dran.


vierter advent (oder “da wird ja das kind im leibe verrückt”)

Nicht lange danach machte sich Maria auf den Weg ins Bergland von Juda. So schnell sie konnte, ging sie in die Stadt, in der Zacharias wohnte. Sie betrat sein Haus und begrüßte Elisabeth. Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth mit dem Heiligen Geist erfüllt und rief laut: »Du bist die gesegnetste aller Frauen, und gesegnet ist das Kind in deinem Leib! Doch wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Glücklich bist du zu preisen, weil du geglaubt hast; denn was der Herr dir sagen ließ, wird sich erfüllen.« Da sagte Maria: »Von ganzem Herzen preise ich den Herrn, und mein Geist jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter. Denn er hat mich, seine Dienerin, gnädig angesehen, eine geringe und unbedeutende Frau. Ja, man wird mich glücklich preisen – jetzt und in allen kommenden Generationen. Er, der Mächtige, hat Großes an mir getan. Sein Name ist heilig, und von Generation zu Generation gilt sein Erbarmen denen, die sich ihm unterstellen. Mit starkem Arm hat er seine Macht bewiesen; er hat die in alle Winde zerstreut, deren Gesinnung stolz und hochmütig ist. Er hat die Mächtigen vom Thron gestürzt und die Geringen emporgehoben. Den Hungrigen hat er ´die Hände` mit Gutem gefüllt, und die Reichen hat er mit leeren Händen fortgeschickt. Er hat sich seines Dieners, ´des Volkes` Israel, angenommen, weil er sich an das erinnerte, was er unseren Vorfahren zugesagt hatte: dass er nie aufhören werde, Abraham und seinen Nachkommen Erbarmen zu erweisen.« Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabeth und kehrte dann nach Hause zurück.

- Lk 1,39-56 -


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